

Wohnen ist eines der drängendsten Themen in deutschen Metropolregionen. Die Nachfrage nach Wohnraum steigt, vor allem in Städten mit starken Arbeitsmärkten. Gleichzeitig wird das Angebot knapper und teurer.
Viele Städte stoßen räumlich an ihre Grenzen. Neue Bauflächen sind begrenzt, während der Druck auf bestehende Viertel wächst. Deshalb setzen Kommunen verstärkt auf Nachverdichtung. Dachausbauten, Umnutzung alter Gewerbeflächen und höhere Bebauung werden häufiger.
Ein weiteres Thema ist bezahlbarer Wohnraum. Steigende Mieten treffen besonders Familien, Alleinerziehende und ältere Menschen. Öffentliche Förderprogramme und sozialer Wohnungsbau sollen gegensteuern. Der Bedarf bleibt jedoch hoch.
Stadtentwicklung bedeutet heute mehr als nur Bauen. Grünflächen, kurze Wege, Schulen und Verkehrsanbindung sind genauso wichtig. Viele Städte planen Quartiere, die Wohnen, Arbeiten und Freizeit verbinden. Das soll Lebensqualität sichern und Verkehr reduzieren.
Die Zukunft der Städte hängt davon ab, wie gut dieser Balanceakt gelingt. Wachstum ist nötig, darf aber nicht zu sozialer Spaltung führen. Nachhaltige Stadtentwicklung bleibt daher eine der größten Aufgaben der kommenden Jahre.